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Kirsch-Clafoutis: Geschichte, Rezept und Varianten des traditionellen französischen Desserts

Kirsch-Clafoutis: Geschichte, Rezept und Varianten des traditionellen französischen Desserts

Kirsch-Clafoutis ist ein traditionelles französisches Dessert aus der Region Limousin, geschätzt für seinen zarten Teig und die großzügig eingearbeiteten ganzen Früchte.

1. Volkstümlicher Ursprung

Clafoutis ist ein traditionelles französisches Dessert, das aus Limousin im Zentralmassiv stammt und als Symbol der lokalen Region gilt. Der Name stammt aus dem okzitanischen Dialekt clafotís, was „gefüllt“ oder „bedeckt“ bedeutet, in Anspielung auf die ganzen Früchte, die vor dem Backen in den Teig gelegt werden, wodurch die Kirschen ihren Saft und die Kerne ein leichtes Mandelaroma freigaben, das den Geschmack des Desserts verstärkte.

Ursprünglich wurde Clafoutis mit lokalen schwarzen Kirschen zubereitet, unentkernt, da die Kerne beim Backen ein leichtes Mandelaroma freisetzten. Es war ein einfaches Bauerndessert aus lokalen Zutaten: Eier, Milch, Mehl, Zucker und Kirschen.

2. Erste schriftliche Erwähnungen und Originalrezept

Die ersten schriftlichen Quellen stammen aus dem 19. Jahrhundert in regionalen französischen Kochbüchern, ohne Zuordnung zu einem bestimmten Koch. Schnell wurde das Dessert emblematisch für die französische Gastronomie, geschätzt für seine Einfachheit, den authentischen Geschmack und die zarte Textur.

Originalrezept:

  • Schwarze Kirschen in einer gebutterten Form verteilen.

  • Mit einem dicken Teig aus Eiern, Milch, Mehl und Zucker bedecken.

  • Backen, bis der Teig goldbraun und leicht fest ist.

Clafoutis war ein saisonales Dessert, im Sommer direkt aus dem Ofen gegessen, oft mit Puderzucker bestäubt.

3. Köche, die Clafoutis populär machten

  • Auguste Escoffier (1846‑1935): erwähnt Clafoutis als einfaches, rustikales Fruchtdessert in seinen klassischen Kochbüchern.

  • Julia Child (1912‑2004): machte Clafoutis in den USA durch Mastering the Art of French Cooking (1961) bekannt.

  • Paul Bocuse (1926‑2018): modernisierte Versionen mit saisonalen Früchten.

  • Raymond Oliver (1909‑1990): Rezepte mit Kirschen und Pflaumen in seinen Büchern, förderte Clafoutis in der gehobenen Gastronomie.

Hauptvarianten

  • Traditionell mit Kirschen: ganze, unentkernte Kirschen, einfacher Teig.

  • Rote Früchte: Himbeeren, Blaubeeren, Erdbeeren oder Brombeeren.

  • Äpfel oder Birnen: dünne Scheiben, Gewürze wie Zimt oder Vanille.

  • Aprikosen oder Pflaumen: leicht säuerliche Früchte.

  • Herzhaft: saisonales Gemüse, Käse.

  • Leicht: teilentrahmte Milch, reduzierte Zuckermenge.

Heute bleibt Clafoutis ein ikonisches französisches Dessert, das Einfachheit, Rustikalität und Fruchtgeschmack vereint, traditionell im Sommer zubereitet, aber das ganze Jahr über genießbar.

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