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Apfelstrudel: der berühmte Apfelstrudel zwischen österreichisch-ungarischem Erbe, Wiener Tradition und orientalischen Einflüssen

Apfelstrudel: der berühmte Apfelstrudel zwischen österreichisch-ungarischem Erbe, Wiener Tradition und orientalischen Einflüssen

Strudel und Apfelstrudel: ein Gebäck, zwei Namen
Der Begriff Strudel bezeichnet ein traditionelles Gebäck Mitteleuropas, insbesondere der österreichischen Küche, das sich durch einen sehr dünn ausgerollten, von Hand gezogenen Teig auszeichnet, der anschließend um eine Füllung gewickelt wird. Das Wort stammt aus dem Deutschen Strudel, was „Strudel“ oder „Wirbel“ bedeutet und sich auf das aufgerollte Aussehen des Teigs beim Backen bezieht.

Der Strudel ist in erster Linie eine Zubereitungsart und kein einzelnes Rezept. Es gibt viele Varianten, sowohl süß als auch herzhaft: mit Kirschen, Mohn, Topfen (Quark), Spinat, Kartoffeln usw.

Unter diesen Varianten ist der Apfelstrudel die bekannteste, genannt Apfelstrudel (Apfel bedeutet „Apfel“ auf Deutsch). Er wird in der Regel mit in Scheiben geschnittenen Äpfeln, Rosinen, Zucker, Zimt und manchmal mit Nüssen, Mandeln oder etwas Alkohol wie Rum oder Schnaps gefüllt. Diese süße Version hat sich als echte österreichische Nationalspezialität etabliert.

Herkunft und Geschichte
Die Herkunft des Strudels geht auf den Nahen Osten zurück, genauer auf die Zeit des Osmanischen Reiches. Er ist inspiriert von feinen Gebäcken wie Baklava aus Filoteig, die die Osmanen über die Balkanhalbinsel nach Europa brachten. Im österreichisch-ungarischen Kaiserreich im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Rezept adaptiert, verfeinert und verbreitete sich weit. Das älteste bekannte Strudelrezept stammt aus dem Jahr 1696 und ist in einem Manuskript in Wien überliefert.

Der Apfelstrudel hingegen wurde in Wien besonders populär und etablierte sich rasch als bürgerliches, später auch populäres Dessert. Heute gilt er als Symbol der österreichischen Konditorkunst und ist auch in der ungarischen, deutschen, tschechischen, slowenischen und kroatischen Küche verbreitet.

Schlussfolgerung
Der Begriff Strudel bezeichnet also eine Art gerolltes Gebäck, während Apfelstrudel speziell die Apfelvariante bezeichnet. Sie ist die am weitesten verbreitete und repräsentativste Version dieser Backtradition, getragen von der gemeinsamen Geschichte Mitteleuropas und dem Einfluss der österreichisch-ungarischen Kultur.

Traditionelles Apfelstrudel-Rezept (nah an der historischen Version)

Zutaten
Für den Teig:

  • 250 g Mehl

  • 1 Prise Salz

  • 1 Esslöffel neutrales Öl (Sonnenblume oder Raps)

  • Ca. 120 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Teelöffel Weißweinessig (optional, macht den Teig elastischer)
    (Dieser Haus-Teig kann durch Filoteigblätter ersetzt werden, um die Zubereitung zu vereinfachen.)

Für die Füllung:

  • 6 säuerliche Äpfel (z. B. Granny Smith)

  • 80 g Zucker

  • 50 g Rosinen

  • 50 g gehackte Nüsse oder Mandeln

  • 1 Teelöffel Zimtpulver

  • Saft einer halben Zitrone

  • 50 g Semmelbrösel (um den Apfelsaft aufzusaugen)

  • Geschmolzene Butter zum Bestreichen

Zubereitung

Teig vorbereiten:

  1. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen.

  2. Öl, Essig und lauwarmes Wasser nach und nach hinzufügen und kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.

  3. Eine Kugel formen, mit einem feuchten Tuch abdecken und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

  4. Den Teig sehr dünn ausrollen, fast transparent, wie Filoteig, was ein wesentliches Merkmal des Strudels ist.

Füllung vorbereiten:

  1. Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.

  2. In einer großen Schüssel mit Zucker, Zimt, Zitronensaft, Rosinen und Nüssen vermischen.

Teig ausrollen:

  1. Auf einem sauberen, bemehlten Tuch den Teig so dünn wie möglich ausrollen.

  2. Mit den Händen vorsichtig so weit dehnen, dass er fast transparent ist.

Strudel zusammensetzen:

  1. Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen.

  2. Semmelbrösel auf dem Teig verteilen (sie saugen den Apfelsaft während des Backens auf).

  3. Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand frei lassen.

  4. Mit Hilfe des Tuchs den Teig zu einem Strudel aufrollen.

Backen:

  1. Den Strudel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, die Naht nach unten.

  2. Großzügig mit geschmolzener Butter bestreichen.

  3. Backofen auf 180 °C vorheizen und 40–45 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.

Servieren:
Vor dem Schneiden etwas abkühlen lassen. Traditionell mit Schlagobers, Vanilleeis oder Vanillesauce servieren.

Varianten der Apfelstrudel-Füllung

Apfelstrudel mit Trockenfrüchten:
Pekannüsse, Haselnüsse oder eine Mischung von Trockenfrüchten für mehr Knusprigkeit hinzufügen. Manchmal mit gehobelten Mandeln bestreuen.

Apfelstrudel mit kandierten Früchten:
Kleine Stücke kandierter Früchte (Kirschen, Orangenschalen, Zitronenschalen) einarbeiten, für eine zusätzliche bunte und süße Note.

Apfelstrudel mit Pflaumen:
Rosinen ersetzen oder ergänzen durch Pflaumen für einen reicheren und saftigeren Geschmack.

Apfelstrudel mit Quark:
Äpfel mit frischem Quark mischen, oft mit Vanille aromatisiert, für eine cremigere Füllung.

Apfelstrudel mit verstärkten Gewürzen:
Muskatnuss, Nelke oder Ingwerpulver hinzufügen, für komplexere Gewürznoten.

Apfelstrudel mit Karamell:
Äpfel vor dem Aufrollen karamellisieren oder nach dem Backen mit einem Streifen Salzbutterkaramell überziehen.

Apfelstrudel mit Beeren:
Himbeeren oder Heidelbeeren zusammen mit den Äpfeln einarbeiten, für eine säuerliche und farbenfrohe Note.

Apfelstrudel mit in Rum eingelegten Rosinen:
Rosinen vorher in Rum oder anderen Spirituosen einlegen, für intensiveren und aromatischeren Geschmack.

Diese Varianten werden oft je nach Region, Saison oder persönlicher Vorliebe angepasst, aber die Basis bleibt stets der dünne Teig und das langsame Backen, das dem Strudel seine einzigartige Textur verleiht.

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